Dienstag, 8. Januar 2013

Herzlich willkommen!!!

Lieber Leser,


Vielen Dank für Ihr Interesse für die Blogseite der Arbeitsgruppe Allgemein- und Viszeralchirurgische Infektionen der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirugie (DGAV). Die Arbeitsgruppe wurde 2012 gegründet mit dem Ziel die Allgemein- und Viszeralchirurgie  in den Bereichen


  1. Chirurgische Therapie von Infektionskrankheiten
  2. Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von postoperativen Infektionen
  3. Diagnose und Therapie von postoperativen Infektionen im Rahmen des Komplikationsmanagements
zu vertreten. Aktuell besteht die Arbeitsgruppe aus 18 aktiven Mitgliedern (siehe auch Homepage der DGAV).

Um einerseits aktuelle Informationen zum Thema zu verbreiten und andererseits die modernen Möglichkeiten der Kommunikation und Diskussion zu nutzen, hat sich die Arbeitsgruppe entschlossen, in einem Pilotprojekt vorliegenden Blog zu starten. Hier werden regelmäßig aktuelle Informationen aus Klinik, Politik und Wissenschaft zu obig genannten Themengebieten hinterlegt werden. Darüber hinaus möchte ich Sie ausdrücklich dazu auffordern, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben und mit uns zu diskutieren. Wir freuen uns auf fruchtbare Diskussionen. 

In diesem Sinne,

Viel Spass,


Stefan Maier
Leiter der AG

4 Kommentare:

  1. Auf der Homepage der DGAV stehen aber nur sechs Mitglieder?
    Ich dachte, es seinen 18?

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    1. vielen dank für den hinweis... es sind tatsächlich 18... die angabe auf der homepage der dgav ist veraltet und stammt noch vom letzten jahr. wir werden die korrektur mit der ankündigung des blogs und der bitte um verlinkung auf der homepage der dgav verbinden.... mfg...

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  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    eine sehr interessante Sache dieser Blog, man sollte ihn wirklich öfter nutzen.
    zwei Fragen:
    1. Welche Isolierungsmaßnahmen sind eigentlich bei MRSA besiedelten (Leiste, Nase, aber auch chronische Wunden) chirurgischen Patienten auf Normalstation und im Gegensatz hierzu auf Intensivstation wirklich erforderlich. Ist in jedem Falle eine Isolierung im 1 Bett Zimmer, wie von der Hygiene in unserem Haus gefordert, notwendig?
    2. V.a. Infektiöse Gastro-enteritiden: Ab wann sollte man bereits stationäre Patienten isolieren? Es kommt in unserem Hause immer häufiger vor, dass Patienten bereits, wenn sie ein- oder zweimal schwallartig erbrochen haben, von der Hygieneabteilung speziellen Isolationmaßnahmen unterworfen werden. Dies trifft dann auch immer wieder Patienten, die in der postoperativen Phase aus anderen Gründen erbrechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Hain

    Klinik für Allgemeinchirurgie
    Kreisklinik Groß-Umstadt

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    1. Sehr geehrter Herr Hain, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Interpretation der erforderlichen Maßnahmen bei MRSA durch die vor Ort zuständigen Hygienebeauftragten ist tatsächlich von Haus zu Haus sehr unterschiedlich. In Anlehnung an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts möchte ich Ihre Fragen folgendermaßen beantworten:

      1) MRSA: Grundsätzlich gilt für Isolierungsmaßnahmen: Anzustreben ist eine Minimierung des Übertragungsrisikos bei bestmöglichem Erhalt der medizinischen Betreuung und geringstmöglichem Aufwand. Darüber hinaus sollte es möglichst wenig verschiedene Regimes geben, um eine bestmögliche Compliance zu erzielen. Für die MRSA Besiedlung müssen leider hier tatsächlich aufwändigere Maßnahmen angewendet werden, als bei anderen Besiedlungen. Folgende Argumente spielen hier eine Rolle: Für die Übertragung von MRSA ist relativ unerheblich, ob es sich um eine Infektion oder einen asymptomatischen Keimträger handelt. Da das MRSA Reservori im Bereich der Nasenschleimhaut zu finden ist, muss immer mit einer Übertragung über Schmierinfektion (wie oft fasst man sich nicht an die Nase?) und Tröpfcheninfektion gerechtnet werden. Daher ist bei den Isolierungsmaßnahmen sowohl das Tragen eines Schutzkittels (ohnehin Standard im Rahmen der Basishygienemaßnahmen) auch das Tragen von Schutzhandschuhen bei jeglichem Patientenkontakt als auch (!) das Tragen eines Mundschutzes empfohlen. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich auch im Rahmen einer bettseitigen Isolierung möglich, so dass eine Unterbringung im Mehrbettzimmer (z.B. aus Kapazitätsgründen / Notfall) vertretbar ist. Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass das Risiko einer MRSA Übertragung bei im gleichen Zimmer behandelten Patienten erhöht ist, so dass eine Behandlung im Mehrbettzimmer gut begründet sein sollte.

      2. Für eine Isolierung bei V.a. infektiöse Gastroenteritis muss ein begründeter Verdacht vorliegen, insbesondere, da aufgrund der hohen Kontagiösität rasch radikale Isolierungsmaßnahmen getroffen und durchgehalten müssen, bis die der infektiöse Genese definitiv ausgeschlossen ist (oder 48h Symptomfreiheit). Beim postoperativen Erbrechen ist bei Fehlen anderweitiger Verdachstmomente von einer PONV (postoperative nausea and vomitting) auszugehen und somit keine Isolierung gerechtfertigt.

      Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben.... mfg...

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